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Im Interview mit: Freya Arde

Interview von Maria Röhreich, Sarah Reinhardt
Transkript und Ergänzungen von Rebekka Hörnig


Wie leicht ist der Sprung vom Musikstudium zur Filmmusik? Und welchen Einfluss hat die noch vorherrschende Männer-Dominierung auf den Arbeitsalltag als Frau? Maria Röhreich hat die junge Komponistin Freya Arde in einem Interview im Instagram-Format dazu befragt.

Möchtest du kurz etwas über Dich und Deine Projekte erzählen, damit wir Dich besser kennenlernen können?

Wie bist du zur Filmmusik gekommen? Gab es einen bestimmten Zeitpunkt, ab dem du wusstest, dass du Musik für Filme komponieren willst?

Ich hab als Teenager sehr viel Filmmusik gehört und mich für die großen Scores begeistern können, wie „Herr der Ringe“ (2001-2003) und „Titanic“ (1997). Das war eine Welt in die ich mich aus Interesse reinbegeben habe, die ich aber nie als Berufsoption für mich gesehen habe. Ich hatte nur ein Instrument an der Musikschule gelernt und zu Filmmusik noch gar keinen Kontakt. Als ich dann Musik studiert habe, rückte es jedoch immer näher. Da gab es einen Abend, als ich im Abspann des Films „4 Minuten“ den Namen Annette Focks gelesen habe. Ich war begeistert, habe sie direkt im Internet gesucht und war inspiriert von ihr. Denn ich habe mich zwar schon immer fürs Komponieren begeistert, wusste aber nicht wie ich es auf dem Blatt festhalten kann. Ich kam auch aus einer Familie und einem Umfeld, wo so etwas nicht gefördert wurde. Im jungen Erwachsenenalter kam dann wirklich der Wunsch auf, Filmmusik als Beruf machen zu wollen.

Du gehörst zu den wenigen Frauen in der Filmmusikbranche. Spürst Du das manchmal in Deinem Alltag, dass der Bereich noch eher männerdominiert ist?

Wenn ich in einem Projekt bin und daran arbeite ist das nie ein Thema. Aber es ist manchmal so, dass man auf einer Veranstaltung nicht als Komponistin wahrgenommen wird, weil die Leute es nicht wissen. Wenn meine Begleitung ein Mann ist, denken sie manchmal das derjenige der Komponist ist. Bei so was sind die Menschen dann häufig überrascht. Wenn ich arbeite merke ich generell schnell ob es menschlich und kreativ zusammenpasst, da ist das dann kein Problem.

Was bedeuten die Filmmusiktage für Dich?

Mit den Filmmusiktagen Sachsen-Anhalt verbinde ich eine sehr interessante Veranstaltungsreihe und schöne Preisverleihung. Es ist auch toll, dass so viel interessiertes Publikum anwesend ist und man sich mit Leuten vom Fach beim Branchentreff austauschen kann. Ganz besonders wertvoll ist, dass es so etwas im Mitteldeutschen Raum gibt.

Gibt es noch etwas, dass Du unseren Follower*innen mitgeben möchtest?

Egal was ihr machen wollt, wenn ihr euch das wirklich wünscht klappt das auch. Macht es, lasst euch nicht davon abbringen und haltet wirklich an euren Träumen fest.


Um mehr über Freya Arde zu erfahren, könnt ihr euch auf ihrer Homepage umschauen: https://freyaarde.com . Dort findet ihr auch Infos zu ihrem letzten Projekt, dem Soundtrack zum Film „Bilder (m)einer Mutter“ (2021, Regie: Melanie Lischker).